Ein eigenartiger grauer Herr bietet dem verarmten Schlemihl im Tausch gegen seinen Schatten einen Säckel voller Gold an, der niemals leer wird. Schlemihl willigt in den Handel ein, muss aber bald erkennen, dass der Verlust des Schattens den Ausschluss aus der menschlichen Gesellschaft bedeutet. Er wird von einem Diener betrogen und muss auf seine Liebe zu Mina verzichten, weil er dem »Grauen« im Tausch für den Schatten nicht auch noch seine Seele verkaufen will. Er vernichtet den verfluchten Säckel und kauft mit seinem letzten Geld ein paar alte Stiefel, die sich als Siebenmeilenstiefel erweisen. Mit deren Hilfe verbringt er ein einsames Leben als Naturforscher.
Ein wunderbar trauriges und dramatisches Märchen in einfühlsamen und mitreißenden Bildern erzählt. Ein bemerkenswertes Buch über Identität und Beziehungen, von wahrer und falscher Freundschaft, vom Wert des inneren und äußeren Reichtums, von Schicksalsschlägen und Einstellungen, von gesellschaftlichen Zwängen und dem Preis der Freiheit.


Barbara Treskatis
Schlemihl
Der Mann, der seinen Schatten verkaufte
Kartoniert, 89 Seiten, 29,7 × 21,4 cm
16,90 Euro [D] / 17,40 Euro [A] / 20,90 CHF (UVP)
ISBN 978-3-942006-22-4

Blick ins Buch

Barbara Treskatis
geboren 1940 in Flatow. Ausbildung in freier Malerei und Grafik an der HDK Berlin und der Akademie, München, anschließend Ausbildung Kostümbild Meisterschule, Berlin. Erste Engagements in Bochum und Darmstadt, es folgten freie Arbeiten u.a. am Thalia Theater, Hamburg; Burgtheater, Wien; Schauspiel Frankfurt; Schiller Theater, Berlin; Schau-spiel Köln/Bonn; Oper und Schauspiel Zürich. Interessiert sich seit der Kindheit für Comics.